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Prix de la Fondation Auschwitz: Auszeichnung für Tom Vanassche

Tom Vanassche erhält für seine Dissertation „Ruptured Affections. The Pathos of Anti-Pathos in Shoah Literature and Historiography“ den Prix de la Fondation Auschwitz 2020-2021. Die Studie entstand am Graduiertenkolleg 1767 „Faktuales und fiktionales Erzählen“, wurde von Prof. Dr. Michaela Holdenried (Deutsches Seminar) und Prof. Dr. Stephan Packard betreut und 2021 an der Philologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg verteidigt. In ihr werden die literarischen und historiographischen Texte von W. G. Sebald, Dieter Schlesak, Ruth Klüger und Raul Hilberg in Hinblick auf ihre rhetorischen und narratologischen Strategien der Artikulation von Emotionalität untersucht.

Tom Vanassche wird die Auszeichnung am 27. Oktober im Brüsseler Rathaus aus den Händen des Vorsitzenden der Stiftung und Shoah-Überlebenden Henri Goldberg entgegennehmen, in Anwesenheit von Martin Kotthaus, dem außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Belgien, der Botschafter der Französischen Republik und der Republik Italien sowie weiterer Würdenträger aus Politik und Wissenschaft. Er ist seit 1. Oktober 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Stephan Braese am Lehr- und Forschungsbereich Europäisch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte (Ludwig-Strauß-Professur) des Instituts für Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft an der RWTH Aachen.

Die Fondation Auschwitz wurde 1980 von belgischen Überlebenden der Shoah gegründet, um die heranwachsende Jugend über die ultimativen Konsequenzen von Rassismus, Antisemitismus und staatlicher Diskriminierung aufzuklären. Seit fast dreißig Jahren organisiert die Stiftung Studienreisen nach Auschwitz und zu den anderen nationalsozialistischen Vernichtungslagern, aber auch zu den ehemaligen Zentren jüdischen Lebens und jüdischer Kultur in Polen, die durch die Nationalsozialisten vernichtet wurden.

Kontakt: t.vanassche@germlit.rwth-aachen.de

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